IPv6 aktivieren

Was sind die Unterschiede zwischen IPv4- und IPv6-Adressen?

Still, leise und heimlich hat sich eine der wichtigsten Neuerungen in unseren digitalen Alltag eingeschlichen: IPv6. Kaum einer hat davon Notiz genommen, aber alle neuen Smartphones, Notebooks und Betriebssysteme unterstützen die neuen IP-Adressen namens IPv6.

Wir bieten all unseren Kunden eine kostenlose IPv6-Anbindung an.

Unseren neuen Server habe ich Ihnen bereits vorgestellt, ein entscheidender Punkt ist allerdings die IPv6-Anbindung. Welche Vorteile Sie und Ihre Webseitenbesucher haben, davon handelt dieser Artikel. Übrigens, nicht jeder Hoster bietet seinen Kunden IPv6 an, tatsächlich halten sogar einige Internet-Provider es noch für zu früh, um zumindest einen nativen Support anzubieten.

IP-Adressen kenne ich

Genau! Das sind diese lustigen Zahlenkombinationen, die früher auf LAN-Partys verwendet wurden, um einen anderen Computer zu finden. Seit Anfang der 90er-Jahre gab es dafür einen Standard namens IPv4. Damals dachten sich die Entwickler, das ist ein Standard, der genug Varianten vorhält und niemals aufgebraucht sein wird. Denn eine IPv4-Adresse hat maximal neun zwölf Stellen: 192.205.138.128

Jeder Computer, jedes Smartphone und jede Webseite erhalten eine IP-Adresse. Genau das konnten die Entwickler von damals nicht wissen, dass heute Geräte existieren die eine IP-Adresse haben, aber in die Hostentasche passen. Wenn Sie online gehen, sind sie immer über eine Adresse, egal wo Sie auf der Welt sind, zu identifizieren. In der Regel ändert sich die IP-Adresse Ihres Routers bei einem Neustart. Eine Webseite hat immer die gleiche IP-Adresse, damit diese über den Domainnamen gefunden werden kann.
Der Server löst den eingegeben Namen, z.B. www.contunda.de in die entsprechende IP-Adresse (138.201.224.167) auf und Sie kommen auf den gewünschten Server, und dieser weiß, ah diese Webseite ist bei mir zu finden. Und schwupps bekommen Sie die gewünschte Webseite angezeigt.

Was ist eine IPv6-Adresse? Unterschiede zwischen Ipv4 und IPv5.

Warum ein neuer IP-Standard?

Nun ist es aber so, dass es mittlerweile sehr viele Geräte, Anwendungen und natürlich auch Nutzer gibt, die auf das Internet zugreifen. Seit zwei Jahren ist die maximale Anzahl von 4 294 967 296 Adressen an IPv4-Adressen aufgebraucht. Also knapp 4,3 Milliarden Adressen.

Wie schon erwähnt sind IPv4-Adressen bei Computern im Internet nur temporär. Allerdings werden immer mehr IP-Adressen fest vergeben, zum Beispiel bei Server-Anbietern und Webseitenbetreibern. So wird es nur noch wenige Jahre dauern, bis keine IPv4-Adresse mehr frei sein wird.

Also wird der Umstieg auf den neuen IPv6-Standard seit Jahren vollzogen. Denn es ist wichtig, dass die Server die neuen IP-Adressen verstehen. Die Router im heimischen Wohnzimmer sowie die Provider müssen ihn ebenfalls unterstützen und zu guter Letzt natürlich das Smartphone oder das Notebook der Endanwender. Das klingt alles gar nicht so wild, denken Sie? Es gibt sehr viel alte Hardware, die im Internet surft, dass ein plötzlicher Umstieg nicht realisiert werden kann. Viele Unternehmen beispielsweise ersetzen funktionierende Hardware nicht, weil irgendwann einmal ein neuer Standard kommen kann. Es würde jedes Mal zu viel kosten.

Deshalb vollzieht sich der Wechsel langsam, aber stetig. Und bereits jetzt auf IPv6 zu setzen bringt nur Vorteile mit sich. Denn irgendwann wird IPv4 abgeschaltet, dann sollte Ihre Webseite auf jeden Fall über den neuen IP-Standard zu erreichen sein.

Bei weitern Fragen zu unserem Server empfehle ich unser Kontaktformular oder hier die Server-Informationen.

Welche Vorteile bringt IPv6?

Natürlich bringt IPv6 diverse neue und höhere Sicherheitsaspekte mit sich. Dadurch wird die Kommunikation zwischen zwei Endgeräten, also Sie rufen mit Ihrem Notebook eine Webseite auf, sicherer. Aber der wirklich große Vorteil ist die enorme Anzahl an IPv6-Adressen die vergeben werden können.

Es stehen etwa 3,4 x 10 hoch 38 IPv6-Adressen zur Verfügung.

Das ist eine Zahl mit 38 Nullen! Sie sehen, es müssen noch sehr viele Webseiten, Server und Smartphones online gehen, damit diese Anzahl erreicht wird. Ich wage nicht zu sagen, das wird für alle Zeit reichen, aber für die nächsten Jahrzehnte dürfte es ausreichen.

Wie nutze ich die IPv6-Adresse

Der Endanwender wird automatisch umgeschaltet. Viele neue Router haben die Nutzung von IPv6 voreingestellt. Sofern die Webseite das kann. Neue Smartphones wählen sich meist automatisch so ein, dass eine IPv6-Adresse als erstes genutzt wird, ist diese nicht vorhanden, greift das Gerät auf IPv4 zurück.

Als Webseitenbetreiben können Sie den sogenannten AAAA-Record Ihrer Domain auf IPv6 einstellen. Dann verfügt Ihre Homepage über beide Arten von Adresse. Einige Hoster und Provider bietet auch Ende 2016 immer noch keine IPv6-Adressen an. Nachfragen kann helfen, aber häufig ist die Antwort ernüchternd.

Eine IPv6-Adresse sieht so aus: 2a01:4f8:173:1c26::2

Wir bieten all unseren Kunden eine kostenlose IPv6-Anbindung zu ihrer Webseite auf unserem Server an. Denn wir denken an die Zukunft und wie wir immer besser sein können.

Mehr Geschwindigkeit dank IPv6?

Viele Leute berichten von einem niedrigeren Ping, seit Sie einige Webseiten mit IPv6 besuchen. Das stimmt nur teilweise. Intern laufen die meisten Server bereits auf dem neuen Protokoll. Das bedeutet, dass eine ankommende IPv4-Anfrage erst umgerechnet werden muss. Das kostet minimale Zeit. Wir reden von wenigen zehntel Sekunden. Mit anderen Worten, die Umrechnung kostet Zeit, IPv6 ist an sich nicht schneller.

Dennoch bietet es Vorteile, denn auch Google erkennt, wenn eine Webseite darüber erreichbar ist. Also spart der Bot von Google beim crawlen einer Webseite wertvolle Zeit und kann sich Inhalte länger anschauen. Hier geht es um Zehntelsekunden. Zudem belohnt Google Webseiten, die an der Zukunft interessiert sind. IPv6 ist sehr wichtig für das funktionieren des Internets, auch wenn es von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet wird.

Etwas Geschwindigkeit wird dadurch heraus geholt, dass durch IPv6 der Header einer Webseite die Möglichkeit bekommt, aneinandergekettete Extensions einzubinden. So wird der Header einer Webseite kleiner und nicht benutzte Erweiterungen oder Features können ausgelassen werden.

Unterm Strich können wir sagen: Ja! IPv6 beschleunigt den Besuch einer Webseite

Weitere Informationen auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/IPv6

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Bei Fragen, Anregungen und Ideen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Julian Post

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