,

Kooperation & Networking – So wichtig, so einfach

Unser erster Kunde war und ist M&N Immobilien aus Essen-Holsterhausen. Diese Immobilienmakler sind Mitglied in der Interessengemeinschaft Holsterhausen, einer Werbegemeinschaft aus Kaufleuten.Wir hatten das große Glück als einen der ersten Aufträge auch die Webseite dieser Kaufmannschaft neu gestalten zu dürfen. Wir waren sehr beeindruckt von diesem Auftrag, denn rund 100 Mitglieder, die meisten Gewerbetreibenden, waren alles potenzielle Kunden für uns. Gleichzeitig beschäftigte ich mich erstmals mit Stadtteilmarketing, denn der ehemalige Besuchermagnet „Gemarkenstraße“ hat seit Jahren seine Anziehungskraft verloren.

Erfolgreiche Kooperation mit einem Posting

Ich schaute mir das Angebot auf der Gemarkenstraße an und suchte Verknüpfungen unter den Geschäftsleuten. Meine erste Idee war es verschiedene Läden miteinander kooperieren zu lassen. Warum arbeiten zum Beispiel der Weinhändler und der Käsefachmann nicht zusammen? Wieso arbeiten nicht der Laden für Frauen-Oberbekleidung und Frauen-Unterwäsche zusammen? So kam es, dass wir auf diversen Treffen und Veranstaltungen diese Vorschläge präsentierten, doch trafen immer wieder auf Unverständnis. Niemand scheint kooperieren zu wollen. Jeder sieht seinen Nachbarn als direkten Konkurrenten, auch wenn sein Angebot ein völlig anderes ist.

Doch diese Art der Kooperation funktioniert. Wir haben vor einer Woche zwei Geschäfte zusammengeführt, die sich mit nur jeweils einem Posting auf Facebook bereits Kunden zugespielt haben. Eine wunderbare Bestätigung meiner doch so simplen Vorstellung eines attraktiven Stadtteils.

Wir lernten Sarah Brabender von Schuhe Grossartig e.K. auf der letzten BARsession kennen. Diese Sessions finden in Dortmund statt, wir kommen beide aus Essen und so ergab sich eine gemeinsame Rückfahrt. Dort erzählte sie uns von ihrem Laden, der Damenschuhe in den Größen 40 bis 47 verkauft. Sofort dachte ich an unsere Kundin Miederkönigin. Ich schlug vor, dass doch beide Expertinnen für große Größe kooperieren könnten. So präsentierten sie sich am folgenden Tag gegenseitig auf Facebook. In Zukunft werden in beiden Geschäften Flyer des jeweils anderen liegen. So einfach ist diese kleine Idee von erfolgreichen Partnerschaften mehrerer Geschäfte, die zwar die gleiche Zielgruppe ansprechen, jedoch auf einem ganz anderen Gebiet.

Mit Kooperationen die Kundenzufriedenheit fördern

Wir hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr Geschäfte zusammenführen können. Vor allem in Stadtteilen mit einer großen Einkaufsstraße sind solche Kooperation absolut empfehlenswert. Alle jammern über den Online-Handel und dem Niedergang von Einzelgeschäften. Da ist es doch am wichtigsten die Kundschaft, die dann vor Ort ist, in dem Stadtteil zu binden. Sprich den Kunden an andere Geschäfte aus der Nachbarschaft zu schicken, der wieder eine Empfehlung hat und so verlässt am Ende ein rundum glücklicher Kunde den Stadtteil. Dieser Kunde kommt bestimmt wieder. Wenn dieser Kunde von nun an Stammkunde in mehreren Läden auf der gleichen Straße ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Besuchs wesentlich größer.
2 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.