Präsentation mit Beamer | Dos and Don’ts

Beamer-Einsatz von Contunda

Wir waren gestern auf einer Wahlkampfveranstaltung. Dort gab es einen Vortrag zu einem Thema um Leute von „Fakten“ und einer „Meinung“ zu überzeugen. Um seinen Worten mehr Durchschlagskraft zu verleihen, entschied sich der Redner für den Einsatz eines Beamers und einer Leinwand. Diese Hilfsmittel werden allgemein empfohlen. Doch es gibt viele Fehler, die ein Redner mit diesen Hilfsmitteln begehen kann, und die haben dann schwere Konsequenzen:

  • das Publikum konzentriert sich auf die Fehler und nicht auf den Inhalt des Vortrages
  • der Redner wirkt verunsichert und überfordert
  • angebrachte Zwischenrufe wie „Sprechen Sie bitte lauter!“ oder „Gehen Sie doch bitte aus dem Lichtstrahl des Beamers heraus!“ stören den Ablauf

Kommen wir zu den Dos and Don’ts während einer Präsentation:

DosDon’ts 
  • Um sicherzugehen, dass die Zuhörer die begleitende Präsentation auf der Leinwand sehen, stelle ich mich als Redner neben die Leinwand. Mein Körper ist den Zuhörern zugewandt.
  • Ich stelle mich vor die Leinwand. Während des Vortrages stelle ich mich in den Lichtkegel des Beamers, denn ich stehe während meiner Rede im Scheinwerferlicht.
  • Vor meiner Präsentation habe ich mit meinem Team die Akustik der Räumlichkeiten überprüft. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich entweder in einer angemessenen Lautstärke reden muss oder mich von einem Mikrofon und Lautsprechern unterstützen lasse.
  • Ich beginne die Präsentation mit meiner „Drinnen-Stimme“. Auf den Zwischenruf „Bitte sprechen Sie etwas lauter!“ reagiere ich mit dem Anheben meiner Stimme für die folgenden 5 Wörter. Danach hat sich meine Zuhörerschaft auf die von mir vorgegebene Lautstärke eingestellt.
  • Meine Präsentation begleitet mich durch den Vortrag und hilft meinen Zuhörern meinem roten Faden zu folgen. Auf den Folien befinden sich Stichpunkte, Bilder und einfache Grafiken mit dem Fokus auf das Thema des Vortrages.
  • Meine Präsentation besteht zu 95 % aus Text. Die Grafiken sind vollkommen allgemein gehalten und haben zum Großteil nichts mit meinem Thema zu tun. Während der Präsentation zeige ich meinem Publikum Zitate, zu denen ich anmerken muss, dass der Schreiber sich längst von den Worten distanziert hat.
  • Meine Präsentation ist mein treuer Begleiter. Als vorbereiteter Redner kenne ich meine Präsentation und führe frei durch meinen Vortrag. Längere Zitate habe ich mir vorsorglich auf Handzettel geschrieben. Meinen roten Faden habe ich mir ebenfalls auf Karteikarten skizziert, um mich vor jedem Punkt an meine Reihenfolge zu erinnern.
  • Ich wende mich zu 90% von meinem Publikum ab. Ich lese die langen Texte von meinen Folien vor. Dabei schaue ich nicht in die fragenden Gesichter meiner Zuhörer und lasse unter keinen Umständen bereits während meines Vortrages Zwischenfragen zu.
  • Ich schaue zwischen den Punkten meines Vortrages mein Publikum an und gebe die Möglichkeit Zwischenfragen zu stellen. Dabei erläutere ich noch einmal die Punkte, welche meinen Zuhörern noch unklar sind.
  • Ich verlange von meinen Zuhörern 30 Minuten volle Aufmerksamkeit, lese ihnen ein ganzes Buch von meinen Folien vor und erwarte dass alle Fragen bis zum Ende im Kopf bleiben.
  • Für Erläuterungen auf den Folien habe ich einen Laserpointer dabei, um meinen Zuhörern die Stellen zu zeigen.
  • Um meinen Zuhörern etwas auf den Folien zu zeigen stelle ich meinen gesamten Oberkörper in den Lichtkegel des Beamers und zeige mit der gesamten Breite und Länge meines Armes auf die besagte Stelle.
  • Mein moderner Laserpointer ist mit dem Laptop verbunden, so dass ich zu jeder Zeit in den Folien springen kann, falls Fragen kommen. Meine Folien sind begrenzt und auf den Inhalt fokussiert.
  • Ich scheuche meine Zuhörer von Folie zu Folie. Meinen Textanteil von 95 % wird das Publikum in wenigen Sekunden gelesen und verinnerlicht haben. Mit einem Wink gebe ich das Signal an meinen Partner, der dann die Folien schnell weiter schaltet.
  • Mein Publikum ist mir wichtig und ich mich diesem offen und herzlich. Mein Oberkörper ist den Zuhörern zugewandt und ich spreche mein Publikum direkt an.
  • Ich halte den Vortrag zum gefühlten hundertsten Male. Somit zeige ich meinem Publikum mein Desinteresse mit den Händen in den Hosentaschen und wanke von links nach rechts. Ab und an lehne ich mich an den Tisch an und beuge mich über diesen.
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