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Video Apps und Online-Marketing

Video Apps für Online-MarketingIch war gestern in Mönchengladbach in dem Hugo Junkers Hangar zu Gast. Die IHK Mittlerer Niederrhein lud zu der Veranstaltung „Online-Videos im Marketing“ ein. Eigentlich war die Veranstaltung ausverkauft, aber ich habe über das gute alte Social Media von freien Plätzen gehört und mich doch noch anmelden können. Der Hintergrund meines Interesses ist ganz einfach. Ich habe großen Spaß an Videos und gerade das Live-Streaming mit den Apps Meerkat und Periscope interessieren mich sehr. Bisher habe ich es eher privat aus Spaß gemacht, so wie zum Beispiel einen Livestream während der Autofahrt oder auch einen Stream während ich ein neues LEGO-Set aufbaue. Doch das Thema ist für das Online-Marketing mehr als nur Spaß, sondern für eine effektive Nutzung ist hier eine intelligente Strategie gefragt. Genau diesen Input habe ich mir gestern von den Referenten abgeholt.

Twitter und Instagram können auch Video

Mit diesen zwei Apps können nicht nur Kurznachrichten getwittert oder Bilder geinstagramt werden. Beide Apps haben schöne Funktionen für Videos und lassen sich im Marketing sehr gut einsetzen. Bei Instagram ist 15 Sekunden Zeit für die Werbebotschaft und bei Twitter bekommen die User sogar 30 Sekunden Zeit für die Aufnahme. Beide Apps funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Es wird immer dann gefilmt, wenn der Finger auf dem Aufnahmebutton gedrückt wird. Wenn dies unterbrochen wird, dann gibt es einen Schnitt und es kann an einem anderen Ort weitergedreht werden. Dadurch können schnell und einfach Überraschungen produziert werden. Diese Art der Video-Überraschungen finden ihren Ursprung in dem Stop-Motion-Videos, für die zum Beispiel LEGO-Figuren für jedes Bild anders hingestellt werden, um am Ende eine fließende Bewegung zu erschaffen. Doch da geht noch jede Menge mehr.

Mein Favorit ist Vine

Ich habe einmal geschrieben, dass ich es schade finde, dass nun auch externe Videos in die App geladen werden können. Dabei bleibe ich. Bei Vine haben die User nur 6 Sekunden Zeit und heute ist die einzige Herausforderung nur noch die Zeit, denn die Videos können nun am Computer bearbeitet und mit Effekten ausgestattet werden. Dies erleichtert den Grad des Speaktakels zu erhöhen. Früher konnten Aufnahmen nicht wiederholt werden, so dass ein Take solange gedreht werden musste, bis es perfekt ist. Die Funktion des Löschens finde ich nicht schlimm, aber eben das Einbinden von externen Videos. Dennoch eignen sich Vine-Videos perfekt für die Präsentation von Produkten, wie ich es hier einmal demonstriert habe:

Links ist ein Trikot für Fahrradfahrer und Läufer zu sehen, welches ich rotieren lasse, damit der Kunde das Trikot in seiner ganzen Pracht sehen kann. Auf der rechten Seite nutze ich den gleichen Effekt, um ein Auto aus allen Richtungen zu zeigen. Nun stellen Sie sich solche Videos mit Ihren Produkten vor. Sechs Sekunden reichen aus, um die Funktionen eines Produktes und dessen Mehrwert  in den Mittelpunkt, in die Strategie, eines solchen Videos zu verpacken.

Live-Streaming ist der große Trend

Erst kam Meerkat und alle waren aus dem Häuschen. Dann brachte Twitter die App „Periscope“ auf den Markt und alle haben Meerkat vergessen. Die enge Verknüpfung zwischen Periscope und Twitter ist zu stark, als das Meerkat langfristig noch eine große Rolle spielen wird. Auf der Veranstaltung sagte Gerhard Schröder auf dem Podium und in seiner Funktion als Pate für die App „Meerkat“, dass Periscope eine viel wichtigere Rolle in dem Bereich spielt. Ich habe anfangs noch über Meerkat meine ersten kleinen Schritte in dem Bereich Live-Stream gemacht, aber als großer Twitter-Fan nutze ich nur noch Periscope. Einige Funktionen fehlen mir da zwar noch, aber die werden mit Sicherheit noch kommen. Mit nur einem Klick kann jeder mit diesen App nun live gehen. Dies wird bereits von großen Zeitungen und Magazinen für Interviews genutzt, weil das Interview sich live an den Fragen der Community orientieren kann und zum anderen die Streams später noch online gestellt werden können. So kann dieses Video gleich mehrere Male für das Marketing eingesetzt werden.

Jeder kann zu einem Regisseur werden

Gestern wurde noch die App „Replay“ vorgestellt, die es aktuell nur für iOS gibt. Mit dieser App lassen sich Videos und Bilder sehr schnell zu einem Video verarbeiten. Eine eigene Musik-Datenbank mit lizenzfreier Musik lässt jeden User in wenigen Minuten ein hochwertiges Video erstellen, welches dann in das Social Media geteilt werden kann. Ich habe direkt bei Christian Müller nach einer Alternative für Android gefragt und werde dort die Tage noch einige Apps ausprobieren, bis ich etwas vergleichbares gefunden habe. Nun der Block der Eigenwerbung.

Christian Müller wird auch unser nächster Referent sein, wenn es am 13.07.2015, um 18.30, im Unperfekthaus in Essen zur zweiten Ausgabe von #SoMeRuhr kommen wird. Dort wird er uns die Bedeutung der  Videos im Social Media erklären und zeigen. Wer diese kostenlose und großartige Veranstaltung, die von der wunderbaren Daniela Sprung und dem Autor dieses Artikels moderiert und organisiert wird, verpasst, dem kann ich nicht mehr helfen.

Für eure Erinnerung gleich zwei Links:

Die Möglichkeiten für ein Video sind wirklich unbegrenzt und gerade die kurzen Videos für die Community, die Fans oder die Käufer finde ich extrem effektiv. 6, 15 oder 30 Sekunden haben wir alle am Tag mal Zeit und wollen zwischen zwei Terminen/Aufgaben informiert oder unterhalten werden. Dort können wir mit dem Marketing ansetzen und unsere Reichweite erzielen. Dort können wir aber den Leuten auch zeigen, wer wir sind (#Eigenmarketing). Ich folge bereits Leuten bei Periscope, da freue ich mich, wenn diese Person live geht. Dann wird die Arbeit kurz unterbrochen oder die Serie pausiert, um dem Stream zu folgen. Probiert es mal aus.

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