Umgang mit Ihrer Print-Werbung

Wie effektiv ist Ihre Print-Werbung wirklich?

In vielen Branchen ist die Print-Werbung noch sehr attraktiv und zielführend, denn es werden neue Kunden akquiriert, Angebote verbreitet und die Bekanntheit vergrößert. Jedoch gilt es bei Verträgen mit diesen Medien, dass auch diese regelmäßig geprüft, hinterfragt und anschließend aktualisiert werden sollten. Um genau diesen Fall haben wir uns Anfang diesen Jahres bei einer Kundin gekümmert, die seit vielen Jahren den gleichen Preis für Ihre regelmäßig erscheinenden Print-Anzeigen ausgegeben hat. Wir haben Sie eines Tages gefragt, wie hoch denn die Auflage der Zeitung und wie groß der Radius der Verteilung sei.

Auf diese Frage konnte Sie nur das Verteilgebiet bestimmen, jedoch sagte Sie uns, dass Sie sich nie nach der Auflage erkundigt hatte. Ich schlug Ihr vor, dass wir bei uns in der Agentur mit der Mitarbeiterin der Zeitung zusammensetzen und über die aktuellen Preise für die Print-Werbung sprechen sollten. Da wir bereits seit fünf Jahren sehr eng mit dieser Kundin zusammenarbeiten, haben wir das große Glück, dass Sie uns im Bereich Marketing vertraut und wir das Gespräch leiten durften.

Folgende Fragen sollten Sie sich unbedingt stellen:

  • Überprüfen Sie regelmäßig die Reichweite Ihrer Print-Werbung?
  • Wie können Sie die Reichweite von Print-Werbung kontrollieren?
  • Wie viele Menschen erreichen Sie?
  • Lohnen sich die Kosten im Vergleich zur Neukundengewinnung?
  • Welche Alternativen gibt es zur Print-Werbung?

Wie viele Menschen erreichen Sie mit der Print-Werbung?

Als erstes ließ ich mit den Millimeter-Preis, welche ich in den vorab zugesendeten Preislisten fand, erklären. Ein Millimeter-Preis in Zeitungen berechnet sich wie folgt. In der Breite ist die Zeitung in sechs Spalten aufgeteilt. Wenn Sie nun fünf Millimeter kaufen, dann haben Sie eine Werbung in der Größe von fünf Millimetern in der Höhe innerhalb einer Spalte. Wollen Sie also eine breitere Anzeige buchen, dann müssen Sie den Millimeterpreis mit der Anzahl der Spalten multiplizieren. Diese Rechenbeispiele sind ziemlich kompliziert und noch komplizierter war die Preisliste aufgebaut, die Unternehmer nicht auf den ersten Blick verstehen können.

Im nächsten Schritt warf ich die Reichweite als Thema in den Raum, denn im Online-Marketing definieren den Erfolg unserer Kampagnen, wie zum Beispiel über Facebook Ads oder Google AdWords über die Reichweite im Kontrast mit Interaktionen. Da aber in Print-Werbung die Interaktionsrate ohne bestimmte Telefonnummern oder Coupons schlecht bestimmt werden kann, mussten wir uns in diesem Fall auf die Reichweite beziehen.

Verträge prüfen, Gespräche führen!

Bei der Begutachtung der Reichweite stellten wir leider fest, dass die Kundin viele Jahre falsch informiert war. Das Gebiet, welches Sie mit den Anzeigen mehrmals im Jahr erreicht, war längst nicht so groß wie angenommen. Auf unsere Rückfrage hin, wie dies denn sein kann, wurde gesagt, dass sich die Kundin wohl irren würde. Einen Vertrag über die Anzeigen wurde uns nicht gezeigt und auch sonst fehlten bei dem Gespräch, dessen Ziele klar definiert waren, so einige Unterlagen, um die notwendige Transparenz herzustellen, die für uns die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit dargestellt hätten.

Jetzt ging es darum den Preis für die Anzeigen mit der Reichweite zu vergleichen. Die Zeitung hatte Glück, denn ab 2017 wurden verschiedene Bereiche neu zusammengelegt, so dass es hieß, dass so oder so neue Verhandlungen stattgefunden hätte. Außerdem hat sich genau zu diesem Zeitpunkt die Ansprechpartnerin für unsere Kundin geändert. Viele Gegebenheiten, die unsere Position am Tisch etwas schwächeln ließen, aber wir am Ende doch noch ein gutes Ergebnis erzielen konnten.

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